Die Holzhütte

 

 

 Die Holzhütte

 

Meine Menschen haben Emma und mich heute alleine im Haus gelassen.

Wir wollten das nicht. Wir wollten mit!

Aber sie meinten, dass sie nur etwas einkaufen gingen und sofort wieder kämen.

Uns war das etwas unheimlich. So allein in einem fremden Haus.

Aber es dauerte gar nicht so lange und sie waren wieder da.

 

Die Menschenfrau bereitete etwas zu essen vor, während der Menschenmann kurz mit uns Pipi machen ging.

Was war das?

Ein schmaler Trampelpfad führte kurz hinter unserem Haus den Berg hinauf.

Da wollte ich doch mal gucken gehen und bog ab.

Der Menschenmann vertraute mir und stapfte mir mit Emma hinterher.

Es war nur ein schmaler zum Teil felsiger Trampelpfad. Ein wenig klettern musste man.

Am Ende auf der Bergkuppe haben wir einen wundervollen Platz gefunden.

Eine kleine offene Holzhütte mit einer Bank und einem Tisch davor.

Man hatte von hier eine traumhafte Aussicht, über die Berge und über den Fjord.

Wir liefen zurück und sagten das der Menschenfrau und dem Menschenkind mit denen wir später dann noch mal dorthin gingen. Dieser Platz ist nur 5 Minuten von unserem Haus entfernt und sollte wohl unser Lieblingsplatz werden.

In der Holzhütte befand sich ein Briefkasten mit einem Gästebuch in dem man sich eintragen sollte.

Dies haben wir auch gemacht!

 

 Dann wanderten wir weiter durch die Wildnis über schmale Trampelpfade.

Bergauf und Bergab. Das gibt Muskulatur.

 

 

Die Menschenfrau hatte manchmal etwas Angst um mich, sie meinte ich wäre so ungeschickt und würde nachher noch irgendwo abstürzen.

So ein Quatsch!

 

Ich entwickelte mich doch gerade zur Bergziege!

Mittlerweile schien die Sonne und es wurde richtig warm.

Plötzlich kamen wir aus dem Wald heraus.

Eine riesige, saftig grüne Wiese mit hohem Gras lag vor uns.

 

Wir gingen am Rand der Wiese den Berg hinunter.

Plötzlich erschraken wir uns alle.

In ein paar Metern Entfernung sprang ein Reh auf und rannte genau vor unsere Nase weg.

Emma und ich waren offline und wollten direkt hinterher.

Ja, so ein bisschen Jagdinstinkt steckt in uns auch drin.

Ich dachte nur: Endlich wieder Frischfleisch. Ich muss ja schon seit Tagen diese trockenen Futterkugeln fressen!

Die Menschenfrau ließ einen Brüll, das es nur so schallte.

Emma legte einen Stopp vom feinsten ein. (Indi nennt so was immer die Arschbackenbremse)

Bei mir sind ja ein paar Kilos mehr in Bewegung, also habe ich auch einen etwas längeren Bremsweg.

Als ich merkte das Emma nicht mehr mit rannte kam ich auch zurück.

Alleine traue ich mich doch nicht!

 

Wir wanderten noch ganz lange weiter. Später mussten wir wieder etwas klettern.

Am Ende unserer Kletterpartie waren wir ganz oben auf einem mit Moos bewachsenen Felsen und hatten wieder eine traumhaft schöne Aussicht.

Dort oben machten wir ein Picknick und legten uns etwas in die Sonne um zu dösen.

Das war sehr schön.

 


Am Tag danach

Die Nacht hatte ich gut überstanden. Ich war fit und ausgeruht.

Ich wurde von der ins Zimmer herein scheinenden Sonne geweckt.

Der Menschenfrau ging es genau so.

Wir machten unsere Morgenrunde.

Zu Hause ist das eigentlich nicht viel. Einmal raus, ein wenig hin und her laufen, mein Geschäft verrichten und dann wieder rein zum Frühstück.

Hier ist das viel schöner.

Haustür auf, raus in die Wildnis, runter zum Fjord , ein bisschen Kneipp Bäder nehmen und wieder hoch zum Frühstück.

Ich wünschte mir hier für immer zu wohnen.

 

 

 

Wir fuhren heute zu einer Veranstaltung. Ein Künstlermarkt. Dort gab es für die Menschen viele schöne Sachen zu sehen.

Es gab dort schöne Bilder, schönen Schmuck und viele handgefertigte Kunstwerke.

Trolle gab es dort auch. Norwegen ist ja das Land der Trolle. Da stehen diese komischen Figuren oft vor den Haustüren.

Außerdem habe ich auch sehr viele nette Hunde getroffen

 

Hier sind die sehr Hundefreundlich. Ich hab fast das Gefühl, das jeder zweite hier einen Hund hat.

 

Ist ja auch zu verstehen. In diesem schönen Land gibt es ja auch genügend Platz für Hunde.

Später machten wir noch eine schöne Wanderung durch den Wald  und an einen Süßwasser See.

Hier gibt es so viel zu schnuppern.

Hier müssen viele wilde Tiere leben. Ich hab es genau gerochen, aber leider keins gesehen!

 

 

Ob hier noch Indianer leben?


Ein bisschen Lesestoff

Hallo ihr lieben

Da ihr auf meine Abenteuergeschichten noch ein bisschen warten müsst und ich hier gerade nochmal die W-Lan Verbindung des netten norwegischen Nachbars nutze, schicke ich euch etwas Lesestoff.

Bis bald. liebe Grüße

Eure Diva

 

Die Geschichte , wie ich hierher gekommen bin:

 

 

Meine Menschen  hatten wohl vergessen mich am Vorabend zu füttern. Naja, ich dachte mir schon früher oder später bekomme ich schon mein Fressen.

Aber …. Sie haben mich einfach ohne Fressen ins Bett gesteckt.

Na ja ,so ein kleines, lächerliches Stück getrockneten Pansen haben sie mir gegeben.

Um zwei Uhr nachts, viel ihnen dann wohl auf, das sie etwas vergessen hatten.

Denkste! Zu fressen gab es immer noch nicht!

Sie liefen hektisch herum, machten sich fertig und trugen Taschen und Koffer umher.

Was hatten sie nur vor?

Eine Nachtwanderung?

Jaa!

Ich freute mich als die Menschenfrau die Leinen nahm und mir ein Geschirr anzog.

 

 

 

Ich wollte schon immer mal eine Nachtwanderung machen. Ein bisschen gewundert hatte ich mich schon über die Nachtwanderung, weil meine Menschen sehen in Dunkelheit noch weniger, als sie sowieso schon sehen.

Das komische war auch, dass das Menschenkind auch schon wach war.

Dann bekamen wir auch noch Besuch.

Mitten in der Nacht?

Komisch!

Der nette Bekannte wollte wohl eine Spazierfahrt mit uns machen. Wir luden Koffer, Taschen, die Menschen und uns Hunde ins Auto. Ich war ganz gespannt wo es hingehen sollte???

Als wir dann endlich das Ziel erreicht hatten, war ich etwas enttäuscht.

Nix Wald, nix grün.

Wir waren im Beton Dschungel, am Flughafen.

Menno, hier waren wir doch vor ein paar Tagen zum Üben. Wieso den nun schon wieder? Ich habe doch alles gut gemacht!

Aber diesmal war es anders.

 Wir stellten uns in einer Menschenschlange an und warteten und warteten an einem Schalter.

 

Als wir dann endlich dran waren, fragte die Dame hinterm Schalter nach unserem Gewicht.

Wieso wollte sie wissen wie viel Emma und ich wiegen? Sollten wir etwa in ein Diätcamp geschickt werden?

Die Menschen verrieten der Dame unser Gewicht. Die Dame meinte dann, das sie gar nicht verstehen könnte wieso wir eine Buchungsbestätigung für zwei große Hunde an Bord bekommen hätten. Das Flugzeug sei viel zu klein.

Sie telefonierte. Dann meinte sie , ihr Kollege würde gucken ob wir nicht mit einem anderen Flugzeug fliegen könnten, das etwas größer sei, um es für uns Hunde etwas angenehmer zumachen.  Nach ein paar Minuten sagte sie dann , das die Verbindungen bei einem anderen Flug zu schlecht für uns wären. Sie würde mit dem Pilot  des u

ursprünglichen gebuchten Fluges reden, wenn dieser sein OK gibt das wir Hunde dort mitfliegen dürfen, dann ginge alles klar.

Wieder ein paar Minuten später kam das OK wir wurden mit einem Auto abgeholt und machten eine kleine Rundfahrt über das Flughafengelände.

Boah, ich habe noch nie so viele Flugzeuge aus der Nähe gesehen.

 Dann waren wir an unserem Flugzeug angekommen. Welches uns zunächst einmal nach Dänemark bringen sollte.

 

Wir mussten eine Treppe hoch gehen, die ich noch nie zuvor geübt hatte. Sie hatte ganz kurze steile Stufén, aber ich meisterte sie sehr gut.  

 

Ich wollte nun endlich das Flugzeug von innen sehen!

Es sah nicht viel anders aus als ein Bus, nur etwas enger.

Es passten so ca. 80 Leute hinein.

Wir mussten ganz nach hinten. Dort war der beste Platz für uns Hunde.

Emma passte gut zwischen die Sitze und ich durfte im Gang liegen.

So hatte ich die ganze Maschine gut im Überblick.

    

 

 

Als es dann los ging , war es im ersten Moment etwas anders als im Bus.

Viel lauter und der Boden vibrierte ein wenig.

Ich hab zwar mal etwas komisch geguckt, blieb aber ganz ruhig und gelassen.

Ich döste dann in der Flugzeit von etwa einer Stunde ein wenig.

Als wir dann in Dänemark ankamen, stiegen wir aus und warteten vor dem Flugzeug auf das Auto was uns in das Flughafen Gebäude bringen sollte.

 

Dabei lernte ich dann auch den Piloten kennen.

 

Der war vielleicht ein netter.

Ich hab ihn zwar nicht verstanden, weil er erst dänisch sprach, aber dann sprach er englisch und das ging dann.

Eigentlich brauchte ich seine verbale Sprache auch gar nicht zu verstehen.

Man merkte anhand seiner Körpersprache, das er Hunde sehr mochte.

Er streichelte mich und auch Emma die ganze Zeit.

Ich glaub die Dänen gefallen mir.

Dann wurden wir auch schon abgeholt und ins Flughafengebäude gebracht.

 

Wir mussten ein wenig warten, bevor wir zum nächsten Flieger gebracht wurden, der uns endlich nach Norwegen bringen sollte.

Das gleiche Spiel ging noch mal los.

Mittlerweile war ich ja schon routiniert.

Steile Treppen rauf und rein in den Flieger.

In diesem Flieger hatten wir leider nicht die hintersten Plätze. Aus Sicherheitsgründen durfte ich auch nicht im Gang liegen. Ich musste mich auch zwischen die Sitze quetschen. Eigentlich bin ich viel zu groß dafür. Zeitweise fühlte ich mich auch ein bisschen beengt.

 

Der zweite Flug war für mich persönlich nicht so angenehm wie der erste, aber ich habe alles gelassen hingenommen und gut überstanden.

Dieser Flug dauerte 1,5 Stunden.

 

In Trondheim ( Norwegen) angekommen, holten wir als erstes unsere Koffer.Anschließend wollten wir aus dem Flughafengebäude raus, aber……

Wir wurden vom Zoll abgeführt!

Was sollte das denn?

Wir haben doch nichts verbotenes gemacht!

Der Zollbeamte führte uns in einen seperaten Raum, dann ging er mit einem Gerät über unsere Schultern.

Wollte er etwa testen ob wir Waffen bei uns trugen?

Es piepste nicht, war ja wohl klar!

Wir hatten ja auch keine Waffen geschmuggelt!

Der Zollbeamte kontrollierte nur unsere Chip Nummern und schaute in unsere Impfpässe.

Dann wurden wir auf freien Fuß gelassen!

Endlich!

Hatten wir nun unser Ziel erreicht?

Nein, immer noch nicht!

Wir gingen zum Busbahnhof und stiegen in einen großen Bus.

Dieser brachte uns nach einer zwanzig Minütigen Fahrt zum Hafen.

Von dort aus mussten wir noch 1 Stunde mit einem Express Boot fahren.

 

Ihr müsst euch das so vorstellen, in Deutschland gibt es Express Bahnen und in Norwegen gibt es dafür Express Boote. Der Weg über das Wasser geht wesentlich schneller als die Fahrt über Land.

Das Boot war sehr geräumig. Ich legte mich hin und schlief eine Stunde.

 

Ich war ziemlich müde. Ich war ja schon seit zwei Uhr nachts auf den Beinen und mittlerweile hatten wir schon 14:30 Uhr. Wir waren schon über 12 Stunden unterwegs.

Ich fragte mich die ganze Zeit wo die mit uns hin wollten?

Etwa ans Ende der Welt?

 

 

Dem Menschenkind gefiel das alles. Ich wusste noch nicht so genau was ich davon halten sollte????

 

 

Das Boot legte an und wir durften aussteigen.

Plötzlich hörte ich am Ende vom Steg sehr bekannte Stimmen.

Divaaaa….Emmaaaa….riefen sie!

Die kannte ich doch!

Freudig rannte ich auf unsere Verwandten zu.

Wie sind die nur hierher gekommen?

Auf dem Parkplatz erkannte ich ihr Auto sofort. Eilig sprang ich hinein.

Nur noch ca. 15 Minuten Autofahrt , dann hatten wir endlich unser Ziel erreicht.

Ich war total aufgedreht.

Meine Menschen holten nur die Schlüssel vom Haus, stellten ihr Gepäck ab und dann durften wir erstmal eine Runde frei laufen.

 

Das hatten wir uns auch verdient.

Wir gingen 5 Minuten bergab und dann waren wir schon am Strand vom Fjord.

Ich war sehr interessiert an den ganzen neuen Gerüchen.

Das man Meerwasser nicht trinken sollte, habe ich auch schnell gemerkt.

Mensch, das war so schön, ich wollte gar nicht mehr von diesem Strand weg.

Wir gingen dann noch zum Hafen und schauten uns die Boote an.

Die Stege waren ziemlich wackelig, da musste ich mich erst noch dran gewöhnen.

 

 

 

 

 

Meine Menschen meinten aber, das es endlich Zeit wäre um etwas zu essen.

Emma und ich sollten ja schließlich nicht vom Fleisch fallen.

Also gingen wir wieder hoch zum Haus.

Unser Haus war sehr hundefreundlich, alles auf einer Ebene und geräumig.

Mir persönlich gefiel die große Terrasse am besten. Sie ging um das halbe Haus und ich konnte von der Terrasse den Fjord überblicken.

 

 

Einfach toll! Unbeschreiblich schön!

 

Hunger hatte ich, einen Bärenhunger!

Endlich bekam ich mein Futter.

Gleich danach wollte ich wieder raus, aber ich durfte nicht.

Die Menschen meinten ich sollte mich etwas ausruhen. Es wäre doch ein anstrengender Tag gewesen. Dies machte ich dann auch.

Am späteren Abend gingen wir dann noch eine kleine Runde und nun war der Anreisetag geschafft.

 

 

Alle, meine Menschen und auch wir Hunde vielen total erschöpft ins Bett!

 

 

So sieht der Hafen um 23 Uhr aus. In Norwegen bleibt es sehr lange hell, wie ihr am Himmel seht ist es um diese Zeit auch noch nicht ganz so dunkel wie in Deutschland.

 

 

 


Mange Hilsen fra Norge

Hallo Leute

Viele Grüße aus Norwegen sendet Euch Diva. Hier ist es wundervoll und ich bin mir noch gar nicht sicher ob ich überhaupt noch nach Hause

möchte.

Ich durfte hier die W Lan Verbindung eines netten norwegischen Nachbarns nutzen.

Auf Geschichten von mir und meiner Reise müßt ihr noch etwas warten.Da gibt es so viel zu erzählen, soviel Zeit hab ich jetzt nicht.

Ich kann euch nur sagen, ich habe schon viele Abenteuer erlebt und mir gehts blendend!

Vorab gibt es ein paar Bilder!

Bis bald Eure Diva