Mein Weg zum Seh-Hund

Emma ist schon länger ein Seh-Hund.

Ich werde auch noch ein Seh-Hund.

 

( Auch wenn einige sich vielleicht nicht vorstellen können, das eine Bordeauxdogge so etwas lernen kann, weil diese Rasse für solche Aufgaben eigentlich unüblich ist.)

 

Aber das es unüblich ist, heißt ja nicht das es nicht geht, es kostet vielleicht nur etwas mehr Geduld und Überzeugungskraft, aber bis jetzt stelle ich mich sehr gut an.Wenn ich meine Ohren nicht gerade auf Durchzug stelle. 🙂

 

Besser als die Menschenfrau es sich geträumt hat. 🙂

 

Meine Menschen sind nämlich ziemlich sehbehindert, sie besitzen nur noch einen sehr kleinen Sehrest.

 

 Das kommt durch so eine komische Augenkrankheit , die sich       Retinitis Pigmentosa    nennt.

 

Dabei stirbt in den Augen etwas ab und dadurch wird das Gesichtsfeld immer kleiner , bis man letzendlich in den meisten Fällen ganz erblindet.

 

Dadurch das sie nur noch so ein Mini Gesichtsfeld haben, ist es für sie wesentlich schwieriger durch Menschenmengen zu laufen, ohne jemand anzurempeln , sie sehen einfach nichts was von der Seite kommt, sie sehen nur einen kleinen Teil von dem was ’normal‘ sehende Menschen sehen und deswegen möchten wir, Emma und ich ihnen etwas helfen.

 

Emma macht das schon sehr gut und ich bin mir sicher das ich auch einiges lernen kann.

 

Dazu gehört auch, das wir soviel unterschiedliche Orte und Gegebenheiten wie möglich kennenlernen, weil wir unsere Menschen halt auf allen Wegen begleiten und das auch gerne und gelassen mitmachen möchten.

 

Deshalb manchmal auch so komische Ausflüge, wie z.b. Flughafen, Innenstadt, Eisenbahnbrücke usw.

 

Aber trotzdem haben wir auch viel Spaß und haben viel Freilauf und soziale Kontakte zu anderen Hunden. ( Das muß auch sein, denn sonst wären wir unglückliche Hunde), außerdem wird mit uns auch geschmust und gespielt wie mit jedem anderen Hund.

 

Wir müssen nicht perfekt sein, wenn irgendetwas nicht klappt ist es auch nicht schlimm.

 

Wie gesagt , in erster Linie sind wir Hund, Freund und Familienmitglied und das werden wir auch immer bleiben!

Hier in dieser Rubrik werde ich in der nächsten Zeit immer mal wieder berichten was ich gerade lerne.

Aber bitte Geduld….ich bin ja noch jung und wir machen das in ganz kleinen Mini Schritten , spielerisch mit Spaß an der Freud, ich darf nämlich auch auf keinen Fall überfordert werden.

An erster Stelle steht immer das ich Lust und Spaß an der Sache habe.

 

Eure

 

Was ist ein Seh-Hund?

 

Sachlich beschrieben ist er eine Mobilitätshilfe.

 

Menschlich gesehen ist der Seh-Hund ein sehr gut erzogener Hund, der durch seine Spezialausbildung imstande ist dem Menschen auf seinen täglichen Wegen das  eingeschränkte Augenlicht zu ersetzen.

 

Außerdem ist er ein Familienmitglied, dessen erste Aufgabe immer noch Hund sein ist.

 

Er muß wesensmäßig einwandfrei und darf nicht aggressiv, nicht ängstlich sein, soll nicht jagen und muß eine Mindestgröße haben

 

Manche Hunde machen Hundesport, wie Agility, Flyball, Dogdancing Frisbee, Obidience oder ähnliches.

 

Ein Seh-Hund lernt andere Tricks, was nicht heißt das er nicht noch zusätzlich andere Dinge machen kann.

 

Es ist sehr wichtig, das auch ein Seh-Hund genügend Freizeit besitzt, in der er schnüffeln , frei laufen und auch mit anderen Hunden spielen darf.

 

 Der Seh-Hund sucht auf Hörzeichen eineTreppe, ein Bordstein, eine Tür  und andere Nahziele auf und führt seinen Besitzer rasch und sicher durch Fußgängerzonen, Straßenverkehr, an feststehenden und flexiblen Hindernissen vorbei.

 

Er hilft beim ein und aussteigen öffentlicher Verkehrsmittel. Er sucht auf Hörzeichen Bänke oder andere Sitzgelegenheiten auf.

 

 Einige weitere Aufgaben sind Schalter anzeigen, Wege rechts oder links aufsuchen und vieles mehr.

 

 Er vollbringt somit eine Reihe von Tricks, die seinen Menschen eine große Hilfe sind. 

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6 Kommentare on “Mein Weg zum Seh-Hund”

  1. Finn sagt:

    Hey Diva

    Du wirst ganz bestimmt ein toller Seh-Hund, da sind wir alle überzeugt davon.

    Finden wir Klasse, dass ihr euren Leinenhaltern so helft und wir Hunde können ja sehr gut einen Job haben und trotzdem noch Hund sein.

    Schlabber vom Finn

  2. Isabella sagt:

    Hi Diva,
    auch ich bin überzeugt davon, dass du ein toller „Sehhund“ wirst. Schon allein durch Emma lernst du sehr viel und du merkst, dass Emma Spass daran hat. Mach weiter so!!!
    Liebes Wuffi Isi

  3. Ja DIVA, du wirst ganz bestimmt ein prima Sehhund! Du bist ja jetzt bereits sehr vernünftig und hast schon viel gelernt. Das ist eine ehrenvolle Aufgabe, welche da auf dich wartet.

    Machts gut!

  4. Roki sagt:

    Ich bin ja ganz gespannt wie ihr die Tricks beibringt. Bitte immer schön ausführlich beschreiben. Da unserer vorheriger Hund Taub wurde im Alter, haben wir immmer Sichtzeichen benutzt. Das machen wir jetzt bei Roki auch. Ihr habt mich erinnert, dass ich das ein wenig vernachlässigt habe.
    Werdet ihr dafür auch Prüfungen ablegen? Werdet ihr unterstützt bei der Ausbildung?

    was der Roki alles wissen will
    LG

  5. Indigo sagt:

    ja, immer sehr genau berichten, bitte !!!!!!

    Übrigens ist Muddi der Meinung das Hunde auch die besten Therapeuten und Psychologen sind.

    Besonders gefällt uns, dass du Liebe Diva einen Job machst, der eigendlich untypisch für deine Rasse ist.
    S U P E R

    dickes Bussi von Muddi und Indi

  6. @All
    Danke das ihr an mich glaubt! 🙂

    @Roki Meine Hundeschule bildet auch Blindenführhunde aus, nur das das etwas anders geht. Die Hunde leben in ihrer Ausbildungszeit bei der Trainerin.

    Mit Emma hat die Menschenfrau damals Einzelstunden genommen, sich genau erklären lassen wie sie was üben mußte, sie bekam einen Trainingsplan und hat dann fleißig geübt und mußte zur nächsten Stunde die Hausaufgaben vorzeigen.
    Inzwischen weiß sie ja noch mehr über die Ausbildung und zusätzlich hat sie noch ein ganz tolles Buch von einer Führhundausbilderin.
    Wir werden das zuerst mal alleine machen…

    Es ist eigentlich auch nicht so schwer, wenn man weiß wie man was beibringt ist es eigentlich das gleiche als wenn man einem Hund andere Tricks beibringt.
    Das wichtigste ist Geduld und Konsequenz und das loben zum richtigen Zeitpunkt..

    Es gibt Gespannprüfungen. Die werden meistens von den Krankenkassen verlangt bevor sie die Kosten für einen Führhund übernehmen ( die sind ja sehr teuer).
    Bei uns wird nichts von der Krankenkasse übernommen, da wir uns die Hunde selber zugelegt haben und nicht von einer Führhundschule übernommen haben. Ich weiß nicht ob es mir später möglich ist eine Gespannprüfung zu machen, müßte ich mich informieren.
    Aber das hat ja noch Zeit.
    Die Hauptsache ist ja auch , das unsere Menschen mit uns klar kommen, wir sollen ja niemals woanders hin.
    Wir werden ja zum Eigenbedarf ausgebildet.

    Klar werde ich demnächst meine Übungen beschreiben.

    @Indi Da haste Recht. Hunde sind die besten Therapeuten. Emma war lange Zeit Besuchshund im Altenheim und hat auch mit verhaltensauffälligen Kindern gearbeitet.
    So ein Hund kann unheimlich viel bringen. Für jung und alt!

    Ja, Bordeauxdoggen sind unüblich und meine Menschen sind sich auch bewusst, das ich es bestimmt anders machen werde als Emma, ein Labrador, Schnautzer oder Pudel…..da Bordeauxdoggen einfach nicht so arbeitsgeil wie manch andere Rassen sind.
    Motivation ist bei Bordeaux’s alles….man muß nur wissen wie man sie motiviert kriegt.
    Zuviel wiederholungen auf einmal ist auch nichts für mich.
    Für mich gilt das Motto ‚ weniger ist mehr‘
    Lieber nach kurzer Trainingseinheit mit Erfolg aufhören als immer weiter machen ….nur weil es so schön war.

    L.G. Diva


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